"MINI-ME" - Mini-ITX für Sofa-Gamer...
Der Freund von meiner Schwester wünscht sich ein leises und unauffälliges System zum Arbeiten im Wohnzimmer. Es soll dennoch leistungsfähig im Bereich Fotobearbeitung sein und auch die ein oder andere 3D-Shooter-Action anstandslos ausführen können.
Das SilverStone Sugo SG05 und das Zotac 9300-ITX WiFi sind das optimale Team, um für dieses Vorhaben die Basis zu bilden. Nach offiziellen Aussagen soll es beim SG05 möglich sein, eine Dual-Slot Grafikkarte im Format einer Nvdida GeForce GTS 250 oder einer ATI Radeon 4850 aufzunehmen. Vielleicht geht da noch mehr? Ich werde es hoffentlich gegen Ende dieser Woche herausgefunden haben. Parallel dazu werde ich ein wenig den Zusammenbau und den Eindruck des Systems dokumentieren.
Inhaltsverzeichnis:
1. Komponenten1.1 SilverStone Sugo SG052. Zusammenbau
1.2 Zotac 9300-ITX WiFi
1.3 Intel Xeon UP X3350
1.4 OCZ Platinum 4GB PC2-8500 CL5
1.5 Samsung EcoGreen F2 500GB
1.6 Samsung SN-T083A
1.7 Thermalright AXP-140
1.8 Nvidia GeForce 8600 GT (testweise)
3. Installation
4. Performance
5. Fazit
6. Work-Log
1. Komponenten
1.1 SilverStone Sugo SG05
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1.2 Zotac 9300-ITX WiFi
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Dieses Board ist eine absolute Ausnahme unter den Mini-ITX-Mainboards. Als einziges bietet es die Möglichkeit eine Sockel 775-CPU und dank PCIe x16-Slot eine leistungsstarke Grafikkarte zu verbauen.
Als Zubehör liegen ein WLAN-Modul, zwei farblich passende SATA-Kabel, Handbücher, eine Treiber-CD und eine I/O-Blende bei.
1.3 Intel Xeon UP X3350
Diese CPU arbeitete schon seit längerem in meinem Wohnzimmer-PC. Wassergekühlt sind "dank" C1-Stepping nur 3,6GHz bei 1,28V drin. Q9650 kommt, X3350 geht bzw. zieht um und wird ein Teil von "MINI-ME". Mal sehen wie die CPU sich unter dem Thermalright AXP-140 verhält. Bei Problemen mit der Wärmeabfuhr werde ich jedoch gezwungen sein, auf meinen E6750 auszuweichen.
1.4 OCZ Platinum 4GB PC2-8500 CL5
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Die Auswahl an 4GB-Kits ist groß. Meist befinden sich jedoch bei allen Herstellern die gleichen Speicherchips unter den Heatspreadern. Daher habe ich mich für die OCZ mit schwarzen PCB und silbernen HS entschieden, die farblich sehr gut zum Rest der "MINI-ME"-Innereien passen.
1.5 Samsung EcoGreen F2 500GB
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Mit 5400RPM optimal für einen leisen Wohnzimmer-PC. Dank des 500GB-Plattern erreicht die Platte hohe Datenraten.
1.6 Samsung SN-T083A
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Beim optischen Laufwerk ist die Wahl ebenfalls auf ein Samsung-Produkt gefallen, da diese bislang immer einen schnellen und zuverlässigen Eindruck auf mich gemacht haben. Allerdings sollte man beachten, das ein zum Anschluss an das SG05-NT benötigter Slimline-SATA-Connector fehlt. Dieser ist aber optional erhältlich -> www.google.de
1.7 Thermalright AXP-140
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Der größte und wohl leistungsstärkste Down-Blower, der in das SG05 passt. Überrascht hat mich die zusätzliche Sockel 1366-Halterung (inkl. Backplate), von der in keiner Produktbeschriebung bis jetzt die Rede war. Außerdem das reichhaltige Zubehör wie eine Backplate für den Sockel 775 und eine große Tube der Thermalright Wärmeleitpaste "The Chill Factor". Diese ist übrigens laut der aktuellen PCGH gleichwertig mit der guten alten Arctic Silver 5 und meinem derzeitigen Favorit: die MX-2 von Arctic Cooling.
1.8 Nvidia GeForce 8600 GT (testweise)
Meine gute, alte, am Limit laufende 8600 GT. Wird vorerst eingebaut, um Hybrid SLI zu testen. Leider wird nur GeForce Boost und kein HybridPower von dem GeForce 9300-Chipsatz unterstützt. GeForce Boost wiederrum nicht von meiner 8600 GT. Naja, hier heißt es erstmal probieren, statt studieren. Eine offizielle Kompatiblitätsliste zum Hybrid SLI erhält man bei www.nvidia.de.
Als spätere Ausbaustufe ist eine ATI Radeon HD 4890 mit leisem Scythe Musashi VGA-Kühler geplant. Hierzu ist es allerdings notwendig das 300W-Netzteil gegen ein leistungsfähigeres zu tauschen.
2. Zusammenbau
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Bei der Montage des Thermalright-Kühlers habe ich als WLP Arctic Silver 5 benutzt. Die Paste unter dem NB-Kühler des Zotac-Boards wurde ebenfalls von mir durch AS5 ersetzt.
Die Heatpipes des AXP-140 stehen soweit über, dass sie zwar den NB-Kühler berühren, diesen jedoch nicht verschieben oder anwinkeln, so dass ein reibungsloser Betrieb gewährleistet ist.
Damit der X3350 ausreichend gekühlt wird, habe ich unterhalb des Netzteils in die Rückwand zusätzliche Lüftungslöcher gebohrt. Ein 120mm-Lüfter passt genau zwischen Stromanschluss und Grafikkarte. Damit dieser auch vernünftig anliegt, habe ich eine PE-"Shroud" zurechtgesägt. Diese funktioniert als Abstandshalter und verteilt den Luftstrom auf die ganze Lüfterfläche.
3. Installation
Die Windows-Installation verläuft ohne Probleme. Beim Versuch die WLAN-Treiber zu installieren wird man jedoch beim 64bit Vista verzweifeln. Einen funktionierenden Treiber sucht man auf der beiliegenden CD vergeblich. Letztendlich habe ich alle Treiber frisch aus dem Netz gesaugt.
Ein Tool zum Auslesen der Temps, Volts und Fan-RPMs gibts leider gar nicht. Die System Tools von Nvidia lieferten leider auch nicht das gewünschte Ergebnis. Die Temperaturen und Spannungen des Chipsatzes kann man z.B. mit Everest auslesen. Die Lüfterdrehzahl leider nur im Hardware Monitor des BIOS'.
4. Performance
Ich habe die Löcher der Seitenteile testweise abgedeckt, damit der Luftstrom ausschließlich von vorne nach hinten durch das Case und somit auch durch den CPU-Kühler zieht. Nach einigen Tests ist es jedoch um 1-2°C besser die Luftzufuhr von der Seite zuzulassen.
Mit 1,15V Vcore dank RMClock komme ich jetzt bei 1500 Umdrehungen des Frontlüfters auf 65-70°C nach mehreren Stunden Prime95. Find ich ok.
Die Lüftersteuerung des Boards funktioniert leider nur mit PWM-Lüftern. So einer wird später mal eingebaut. Solange reicht eine manuell regulierte FanMate 2 von Zalman aus.
Bei ~1000RPM ist der ziemlich brummige Motor des Lüfters wohnzimmertauglich. Bei langwierigeren Kraftanstrengungen sollte der Lüfter dann manuell hochgeregelt werden.
Der Strombedarf des Gesamtsystems liegt im IDLE übrigens bei 55-60W und unter Last bei max. 110W. Für die Leistung wirklich spitze.
5. Fazit
Sehr kleiner und feiner Wohnzimmer-PC mit Dampf unter der Haube. Bei Nutzung einer ATI Radeon HD 4890 für jeden aktuellen 3D-Shooter tauglich. Dann sollte jedoch der Standard-ATI-Kühler gegen ein Scythe Musashi getauscht werden. Das 300W-NT am besten gleich mit, da das Gesamtsystem dann schon um die 300W unter Volllast aus der Steckdose saugen dürfte.
Pro's:
- geringe Abmaße
- Aufnahme einer Dual-Slot GraKa möglich (max. GTS 250 bzw. HD 4890)
- mittels Adapter bis zu 3 (!) 2,5"-Laufwerke einbaubar
- wechelbare Front-Blende (mit und ohne Schriftzug)
- leiser NT-Lüfter
- 80plus-Zertifizierung
- geringe Stromaufnahme des MoBos wenn VGA aktiviert
- superleise HDD
Con's:
- summender Front-Lüfter ohne Steuerung
- Board regelt nur PWM-Lüfter
- kein System-Tool von Zotac
- keine Lüftungslöcher zwischen MoBo und NT
- Speicherteiler funktionieren nicht (BIOS 2K090422)
- kein Undervolting möglich
- lauter DVD-Brenner
6. Work-Log
23.04.09 Bestellungen aufgegeben bei onetime.de und PC-King
24.04.09 Zahlungseingang onetime.de
27.04.09 Zahlungseingang PC-King
28.04.09 Versand PC-King
29.04.09 Lieferengpass SilverStone Sugo SG05 bei onetime.de -> Teillieferung
29.04.09 Bestellung des SG05 bei Bauer's Computermarkt aufgegeben
30.04.09 Versand onetime.de
30.04.09 Paketlieferung PC-King
30.04.09 Fotos der o.g. Lieferung eingestellt
02.05.09 Paketlieferung onetime.de
02.05.09 Fotos der o.g. Lieferung eingestellt sowie Montage der CPU, des CPU-Kühlers und des Speichers
06.05.09 Zahlungseingang und Versand Bauer's Computermarkt
08.05.09 Paketlieferung Bauer's Computermarkt
09.05.09 Gesägt...
10.05.09 ...und gebohrt. Zusammengebaut, Vista installiert und Fotos eingestellt
19.05.09 Start-Thread finalisiert
20.05.09 Übergabe des Systems

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