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  • [Bundymania User Review] WASDkeys K200 Gaming Keyboard

    Hallo Freunde des gepflegten Gamings,heute veröffentliche ich ein weiteres Review aus meinem Testlabor. Dabei beleuchte ich ein Produkt aus dem Low-Budget-Bereich. Es handelt sich um das K200 Gaming Keyboard aus dem Hause WASDkeys. Dieses ist für knapp 30 € (ggf. zzgl. Versand) über wasdkeys.de zu erwerben.Die Marke WASDkeys gehört zur deutschen Agentur-Gruppe Brand Factory GmbH und hat es sich laut eigenen Angaben zum Ziel gesetzt ,''ergonomisch optimale Produkte (''perfect ergonomics in gaming'') zu fairen und günstigen Preisen'' anzubieten.Ob die K200 Tastatur diesem Versprechen gerecht wird, oder ob die Qualität (im Detail) doch unter dem niedrig kalkulierten Preis zu leiden hat, kläre ich im folgenden Review.Technische Spezifikationen (lt. Hersteller):Layout: DE/ 104 Tasten (QWERTZ)Schalter: RubberdomeBeleuchtung: ja - regelbar (Helligkeit/ Beleuchtungsmodi)Key-Rollover: 6-KROPolling-Rate: k.A./ vermutl. 1000 MHzZusatztasten: neinHotkey-Tasten: 12 (via FN-Taste + Zweitbelegung F-Tasten 1-12)Software: neinMakrotasten: nein Makro-Programmierung: neinHub-Funktion: neinAnschluss: 1x USB 2.0 OS-Kompatibilität: Windows Vista, 7, 8, 10/ Mac OS X 10.2 (Mac mini ready)Garantie: 2 Jahre Abmessungen und Gewicht (lt. Hersteller):Länge: 482 mmBreite: 215 mmHöhe: ca. 250 mm (eingeklappte Hochstellfüße)ca. 350 mm (ausgeklappte Hochstellfüße)Gewicht: ca. 772 g (ohne Kabel)Kabellänge: 1,5 mHandballenauflage: ja Verpackung und Lieferumfang:Die K200 wird in einer flachen, schwarz-rot gestalteten Karton-Verpackung geliefert. Diese ist auf der Vorderseite mit einem großflächigen Produktbild und Informationen zur OS-Kompatibilität bedruckt. Auf der Rückseite findet sich neben einigen technischen Details und einem weiteren Produktbild noch ein kleiner Werbetext zur Tastatur selbst. Schade finde ich, dass auf jegliche Polsterung durch Schaumstoff, o.ä. verzichtet wurde und somit die Tastatur nur durch die (durchschnittlich stabil wirkende) Pappe der Verpackung vor äußeren Einflüssen während des Transports geschützt wird. Dem Lieferumfang liegt, neben der Tastatur selbst, nichts bei.Optik/ Haptik und Verarbeitung:Das schwarze Chassis der K200 besteht komplett aus Kunststoff und weist die Maße von 482 mm (L) x 215 mm (B) x 250 mm (H) auf. WASDkeys setzt auf ein optisch auffallendes Design, welches durch die baulichen optischen Akzentuierungen an den Flanken und überhalb der F-Tasten (u.a. weißes WASDkeys-Logo) sowie der Beleuchtung außerhalb des Tastenfelds (Flanken) unterstrichen wird. Besonders markant sind dabei die verästelte Strukturierung auf der integrierten Handballenauflage sowie der Mix aus matten und Hochglanz-Kunststofflächen. Letztere ziehen Staub, Fingerabdrücke und Mikro-Kratzer wahrlich magisch an. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass man sich mit diesem modern ausgerichteten Design wohl mehr an eine jüngere Käuferschicht richtet, deren Augenmerk durchaus auf einer auffallenden Optik, wie der hier gebotenen, liegt. Die Haptik des (matten, angerauten) Kunststoffs ist angenehm, allerdings muss angemerkt werden, dass die Strukturierung der Handballenauflage beim Ablegen des Handballen gewöhnungsbedürftig und auch die Breite von ca. 49 mm für Nutzer mit relativ großen Händen, aus ergonomischer Sicht, etwas zu klein dimensioniert ist. Die ganzen optischen ''Verspieltheiten'' haben den Nachteil, dass sich Staub und Schmutz sehr gut in den Ecken und Kanten festsetzen können und somit die Reinigung erschwert wird.Mit einem Gewicht von 772 g (ohne Kabel) ist die K220 ein wahres Leichtgewicht. Dies hat allerdings auch zur Folge, dass die Tastatur hinsichtlich der Verwindungssteifigkeit (leicht durchbiegbar, dabei knarzendes Geräusch im vorderen Bereich) und der Stabilität (bei Belastung gibt die Tastatur, im Bereich des Übergangs Handballenauflage- Leertaste und im Bereich der Entertaste, deutlich nach) nicht überzeugen kann. Die Rückseite ist in schlichtem, schwarzen (angerautem) Kunststoff gehalten. Der Produktaufkleber ist allerdings schief angebracht. Positiv anzumerken sind einerseits die stabilen Hochstellfüße (ca. 1cm Höhengewinn) und die beiden Anti-Rutsch-Füße. Diese sind zwar, gemessen an der Länge des Tastatur, relativ klein bemessen, verrichten aber eine tadellose Arbeit und geben der K200 sowohl mit ein- als auch mit ausgeklappten Hochstellfüßen einen guten Halt.Das mit blau-schwarzem Textilsleeve ummantelte, 1,5m lange Kabel ist an der Rückseite angebracht. Der Knickschutz ist an beiden Enden leider etwas kurz gehalten. Die Flexibilität des Kabels hingegen ist gut.Eine weitere positive Anmerkung: Die Tastatur wurde bei der Montage verschraubt und so ist es möglich, durch Lösen der rückseitig angebrachten Kreuzschlitz-Schrauben, die Tastatur komplett zu zerlegen.Die Tastenkappen sind zylindrisch geformt und werden aus schwarzem, fein texturiertem Kunststoff gefertigt, auf welchem anschließend die jeweilige Letter in weiß aufgedruckt wird. Die Qualität der Beschriftung überzeugt leider nicht vollends, da diese teilweise unsauber (Lock-Symbol (F11) und Internet-Explorer-Symbol (F10) und ungleichmäßig (Deckkraft) ausgeführt wurde. Auch hat diese Art der Beschriftung zur Folge, dass bei jedem Tastendruck der Übergang zwischen Tastenkappe und Beschriftung zu spüren ist, welche sich mit fortlaufender Nutzungsdauer mehr und mehr abarbeiten wird. Die Haptik und der Grip der Tastenkappen hingegen geben keinen Grund zur Beanstandung. Die Tastenkappen können von Hand nur schwerlich abgezogen werden, mittels eines klassischen Key-Cap-Removers (nicht beiliegend), ist dies jedoch problemlos möglich.Bei WASDkeys setzt man auf ein 104-Tasten-Layout (DE) ohne jegliche Zusatztasten, das Ansteuern der 12 Hotkey-Tasten wurde über die Doppelbelegung der F-Tasten (1-12) im Zusammenspiel mit der FN-Taste realisiert.Deren Positionierung ist gelungen, ein ergonomisches Erreichen ist gewährleistet.Die Verarbeitungsqualität ist, in Relation zum Kaufpreis, als solide zu bezeichnen. Auf der Oberseite sind der Großteil der scharfen Kanten abgerundet, allerdings sind am Übergang von der Ober- zur Unterseite des Chassis einige scharfkantige Stellen zu finden.Technische Ausstattung und praktische Erfahrungen:WASDkeys setzt bei der K200 auf die Rubberdome-Technik. Dabei liegt unterhalb der Tasten eine Gummimatte mit Gummi-Kappen (oder Silikon). Durch das Betätigen der Taste wird die Gummi-Kappe heruntergedrückt und löst ein Signal aus. Nach dem Lösen der Taste bringt sich die Gummi-Kappe wieder automatisch in ihre ursprüngliche Form. Vorteile dieser Technik sind, im Gegensatz zu den mechanischen Einzelschaltern, vor allem die reduzierte Lautstärke und der Preis. Nachteilig sind die begrenzte Lebensdauer von ca. 5-10 Millionen Anschlägen (zum Vergleich: Cherrys mechanische Einzelschalter sind mit einer Lebensdauer von ca. 50 Millionen Anschlägen spezifiziert) und die mit zunehmender Nutzungsdauer veränderte Charakteristik (verändertes Anschlagsgefühl/ Widerstand, schwammiges/ unpräzises Feedback).Im Praxistest der K200 bestätigt sich dies. Die Tastatur ist im Vergleich zu den herkömmlichen MX-Einzelschaltern (ohne Dämpfungsringe) wirklich ausgesprochen leise. Die Tasten weisen eine gleichbleibende Lautstärkecharakteristik auf, ausgenommen die Leertaste, sie erzeugt ein etwas helleres (leicht klapperndes) Arbeitsgeräusch. Der Widerstand liegt mit ca. 60 g höher als bei den MX Red Switches, was im Einsatz für Office-Arbeiten hinsichtlich Falsch-Auslösungen, sicherlich von Vorteil sein dürfte. Der ''Umschalt-Punkt'' (Kappe drückt die Taste wieder nach oben) ist deutlich zu merken, ein präzises Arbeitgefühl hat dies, in subjektiver Betrachtung, nicht zur Folge. Mir persönlich liegt sowohl bei der Office-Arbeit, als auch beim Gaming, diese Art des haptischen Feedbacks in Zusammenspiel mit dem, subjektiv, relativ hohen Widerstand nicht, da ich eine gewisse Schwammigkeit feststellen musste, die sich vor allem während des Gamings negativ auf die Präzison meiner Eingaben (gefühlt) bemerkbar machte. Diese Eindrücke sind natürlich subjektiv und vor dem Hintergund der jahrelangen Benutzung von mechanischen Einzelschaltern zu verstehen.Die akustischen Eindrücke habe ich in einem kleinen Clip festgehalten: Ein weiterer wichtiger Punkt einer Gaming-Tastatur betrifft das sogenannte Ghosting, bei welchem es ab einer bestimmten Anzahl an Tasten-Kombinationen vorkommen kann, dass gedrückte Tasten nicht, oder falsch umgesetzt werden. NKRO oder Anti-Ghosting schaffen Abhilfe. Klassische Tastaturen weisen 3-Key-NKRO oder 6-Key-NKRO auf, da 6 gleichzeitig gedrückte Tasten, das Maximum sind, was ein USB-Controller fehlerfrei verarbeiten kann. Die K200 wirbt mit 6-Key-NKRO, welches sich in meinem AquaKey-Test bestätigte. Bei 7 gleichzeitig gedrückten Tasten werden 6 Signale verarbeitet, das siebte nicht.Konkrete Angaben zur Polling-Rate werden nicht getroffen. ''Standard'' bei Gaming-Tastaturen (vorallem im höheren Preissegment) sind 1000 MHz. WASDkeys wirbt mit: ''8 times higer transmission than conventional USB plugs''.Somit könnte man meinen: 125 MHz x 8 = 1000 MHz. Ob diese Aussage stimmt, konnte ich während meiner Tests nicht beweisen.Nun zum eigentlichen Highlight und Herzstück der Tastatur: der Beleuchtung.Die Hintergrund-Beleuchtung kann in 3 Helligkeitsstufen (FN + jeweilige Taste) reguliert, oder gänzlich ausgeschaltet werden. Als besonderes Feature ist der Beleuchtungsmodi (via FN-Taste+ Beleuchtungs-Taste) zu nennen. Die Farben wirken satt und kräftig, aber auch in der höchsten Helligkeitstsstufe nicht zu grell. Ob einem der angebotene und nicht individualisierbare Farbverlauf zusagt, obliegt dem eigenen Geschmack. Mich persönlich überzeugt die Hintergrundbeleuchtung, da die Ausleuchtung gleichmäßig und farbintensiv ist.https://www.youtube.com/watch?v=xBZhp9c_1fkDa die K200 keine Software mitbringt und als reine reine plug'n'play-Tastatur konzipiert ist, fällt die Inbetriebnahme nach dem Laden der Treiber (Win10) simpel und problemlos aus. Allerdings hat dies auch zur Folge, dass keine Profile erstellt, Makros programmiert und Tastenbelegungen geändert werden können. Ob dies ein Manko darstellt, muss der jeweilige Nutzer vor dem Kauf selbst entscheiden. Meiner Meinung nach sind solche Features in dieser Preiskategorie (gerade noch) entbehrlich.Die F-Tasten 1-12 sind doppelt belegt und können via FN-Taste angesprochen werden.Übersicht:FN +F1: MusikF2: Lautstärke minusF3: Lautstärke plusF4: stummF5: auf AnfangF6: zurückF7: play/ stopF8: vorwärtsF9: MailF10: Internet ExplorerF11: lockF12: Windows RechnerPro:''anpassbare'' BeleuchtungLautstärkePreisGewichtContra:Verwindungsteifigkeit und StabilitätQualität der BeschriftungVerarbeitungsqualität im DetailFazit:Die K200 zeigt sich im Test als eine charakteristisch leise Rubberdome-Tastatur, mit farbenfroher Beleuchtung im modernem Design zum niedrigen Preis.Dafür muss der Kunde allerdings Abstriche bei der Verarbeitungsqualität im Detail, der Materialwahl, sowie dem Funktionsumfang hinsichtlich Software und Individualisierung machen.Damit ist die K200 meiner Meinung nach vorallem für Einsteiger ins Gaming-Segment, ohne allzu große Ansprüche hinsichtlich der technischen Ausstattung, definitiv einen Blick wert !Mein Dank gilt erneut WASDkeys für die Bereitstellung des Testsamples und den netten Support !
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: [Bundymania User Review] WASDkeys K200 Gaming Keyboard - Erstellt von: bundymania Original-Beitrag anzeigen